Japan Teereise - Samstag 02.04.2016

Heute sind wir gegen halb eins in Kumamoto bei BIO- Bauern verabredet. Die Fahrt von Takachiho dauert nur 30 Minuten. Somit bleibt am Vormittag noch Zeit den Originalschauplatz der gestrigen Vorführung zu Besuchen. Das ist der Versammlungsort vor dem Tanz. Diese Steinpyramiden haben Besucher aufgestellt und dabei einen Wunsch geäußert. Jede von ihnen steht für einen Wunsch.
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Zur Stärkung gibt es auf dem Rückweg kein Matchaeis. Aber Kamairichaeis tut es auch.
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Es ist an der Zeit in Richtung Kumamoto aufzubrechen. Wir treffen uns bei der Tea Assoziation. Dort treffen bald vier Bauern ein und die Präsidentin und ihre linke Hand von Koga Chagyo, die das Shiage (Endverarbeitung) und das Gohgumi (Blenden) der Produzierten Tees übernehmen.
Koga Chagyo ist eine der führenden Endverarbeitungen in Yame. Die Bauern arbeiten in einer Kooperation zusammen und bewirtschaften ihre Felder gemeinsam. Wobei die meisten von ihnen nicht nur Tee produzieren. Weiterhin werden Blaubeeren, Blumen, Reis und Shiitake (Pilze) angebaut und Rinder gezüchtet.
Wie fahren zum ersten Feld. Hier wird Yabukita, Sayama Kaori und Kanayamidori angebaut. Es liegt auf 670m Höhe. Hier werden bei der ersten Ernte auf 1ha 5 Tonnen frische Teeblätter produziert. Wir sehen zwei weitere Felder die etwa auf der gleichen Höhe wie das Erste liegen. Die Felder sind alle sehr nahe beieinander in den Shiobatu- Bergen. Auffällig ist auf allen Feldern die pechschwarze Erde. Das liegt an der Nähe zu einem aktiven Vulkan. Der Aso ist etwa 20 Km Luftlinie entfernt und sorgt mit seiner Asche für ausreichend Nährstoffe und die schwarze Erde. Die Felder sind immer in kleine Parzellen mit unterschiedlichen Varietäten unterteilt. Das macht es Schädlingen schwerer und verlängert auch die Ernteperiode, da manche Strauchsorten früher und andere später geerntet werden können. Weiterhin gibt diese Vielfalt zum Schluss dem Teemeister eine Gute Möglichkeit aus den unterschiedlichen Tees einen Tee nach seinen Vorstellungen zu kreieren. Ein Tee von diesen Feldern ist der Sojo 1 und Sojo 2. Wenn wir zurück in Deutschland sind werden wir ihn kosten und vielleicht auch anbieten.
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Dieses Jahr ist in Japan ein interessantes Wetterphänomen. Normalerweise fängt die Kirschblüte im Süden Anfang April an und wandert dann langsam nach norden. Doch da es dieses Jahr im Süden ungewöhnlich kühl war ist die Kirschblüte in Tokio schon durch und hier beginnt sie gerade. Das bringt auch mit sich, dass der Tee später geerntet wird und wir somit länger auf den Shincha warten müssen. Allerdings begrüßen die Bauern diese Wetterlage, da das langsamere Wachstum sich positiv auf das Aroma und den Geschmack des Tees auswirkt. Ich bin jedenfalls gespannt.
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Morgen fahren wir nach Hoshino in Yame weiter. Da wird kein Internet zur Verfügung stehen. Somit können wir keinen Blogeintrag schreiben. Wir holen das sobald es möglich ist nach. Heute ist es erst um 11, für heute reicht es ihr Frank Wiebach

 
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