Japan Teereise - Donnerstag 31.03.2016

Liebe Teefreunde,

und schon sind wir wieder unterwegs in der Teewelt.

Frank Wiebach und ich Werner Merten Ihr Teefreak, sind nun auf den Weg nach Japan.

Wir treffen hier Frau Kuge und Herrn Diez, von denen wir viele unserer Original Japantees beziehen und wir uns nun zum 4.ten mal mit ihnen in Japan treffen. Für Frank ist es die 3. Japanreise, bei mir hmmmmm da muss ich überlegen, dürfte aber die 11 oder 12 Reise nach Japan sein.

Diesmal geht es von München direkt mit der Lufthansa nach Tokyo und von dort fliegen wir gleich weiter nach Miyazaki in den Süd-Westen Japans.

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Nicht über Narita, sondern über den Flughafen Haneda geht diesmal unsere Reise.

Haneda liegt südlich von Tokyo uns ist näher an der Stadt gelegen als Narita, der weit draußen im Osten liegt. Nachdem wir pünktlich um 10:35 Uhr, nach 11,5 Std Flugzeit angekommen sind, haben wir bis zu unserem Weiterflug um 14:45 Uhr noch reichlich Zeit. Auf unserem Rundgang entdeckten wir dann eine Suppen Stube, die wir schon aus Osaka kennen. Wir haben schon auf unseren vorherigen Reisen darüber als Tip berichtet. Den Namen kennen wir leider nicht, denn hier ist alles nur in Japanischen Schriftzeichen angegeben.

Aber die Udon-Suppen sind einfach der Hit..... also hier auf dem Flughafen im unteren Bereich ganz hinten rechts findet man sie. Da haben wir natürlich gleich uns eine Udon-Suppe genehmigt.

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Ca. 1 ½ Stunden dauert der Flug nach Miyazaki so daß wir um 16:25 dort ankommen.

Hier treffen wir Frau Kuge und Herrn Diez im Hotel. Das Hotel ist aus den 70er Jahren und hat 47 Stockwerke, wie ein Turm steht es hier fast direkt am Strand. Wir bekommen Zimmer im 27 Stock und können so einen fantastischen Ausblick auf das Meer und auf die Stadt Miyazaki, die im Süden liegt genießen.

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Am Abend sind wir dann zum essen eingeladen und treffen Herrn Kato (l.hinten) von der Fa. Chato von der wir unseren Fujikawa Tee haben. In der Mitte ist ein Mitarbeiter Herr Oishi und vorne rechts Herr Kazuharu Sageishi ein Teebauer aus der Umgebung, den wir morgen besuchen werden.

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Eeeeendlich !!!

beim rausgehen aus dem Lokal haben wir einen Eisstand entdeckt.... und... na gab es Matcha Eis..

Das Foto sagt alles......lach

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Wir fallen ins Bett, nachdem wir beide nur so 2 Stunden im Flieger geschlafen haben sind wir Hundemüde und fallen ins Bett.

Gute Nacht


Ihr Teefreak Werner Merten


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Japan Teereise - Freitag 01.04.2016

Liebe Teefreunde,

 

6 Uhr klingelte schon der Wecker, Frühstücken, Koffer wieder packen, auschecken und schon sitzen wir in unserem Großtaxi, mit dem wir einige Tage und mehrere Hunderte Kilometer unterwegs sein werden.

Nachdem wir etwas Zeit haben, fahren wir zum Strand, hier gibt es natürlich wieder einen Schrein (Tempel-Art) auf einer Insel den uns unser Fahrer zeigt.

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Etwas was ganz außergewöhnliches ist eine Steinformation hier an der Küste die sich vor über 2 millionen Jahre aus Sand gebildet hat und heute bei Ebbe gut zu sehen ist. Man würde nicht denken daß diese Gebilde fest wie Stein sind.

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So und dann ging's zu Herrn Kazuharu Sageishi. Er betreibt seit über 7 Jahren nur noch biologischen Teeanbau. Insgesamt hat er 5ha, 3ha direkt um sein Wohnhaus und 2ha weiter entfernt aufgeteilt in 5 weitere Felder. Er baut folgende Teestrauch-Arten an, aufgeführt nach der Erntereife.

Sae Midori, Asatsuyu, Yabukita, Haru moeki (süß-Neue Art), Okumidori, Oku Yutaka.

Innerhalb ca. 2 Wochen werden die Teebüsche abgeerntet, nur so groß ist das Zeitfenster in dem er viele viele Stunden arbeitet und nur wenig Schlag bekommt. Die Teebüsche treiben also innerhalb dieser kurzen Zeit richtig viele Blätter aus, aber so Zeitversetzt dass er eine nach der anderen Ernten kann.

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Mit dem Auto fahren wir zu einem 0,3ha großen Feld dass am Rande eines Waldes liegt.

Dieses Feld ist 0,3ha groß die Teepflanze die hier wächst ist die Sae Midori. Von diesem Feld bekommt er ca. 1,6 t. Teeblätter im Jahr, von denen am Ende ca. 300 kg fertiger Tee übrigbleibt.

Uns fällt auch auf, dass hier schon geschnitten wurde, dies war aber keine Ernte.

Im Februar wir ein Vorschnitt gemacht, der die Büsche in Form bringt für die spätere Maschinelle Ernte und regt die Teebüsche zum austreiben an. Dieser Vorschnitt wird als Dünger verwendet.

Erst Ende April, Anfang Mai wird dann geerntet. Die zweite Erntezeit ist im Juni/Juli.

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Auf dem Weg zum nächsten Teefeld, sehen wir die Phlox-Pflanze, ein Bodendecker der hier zu dieser Zeit gerade anfängt üppig zu blühen.

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Auf dem nächsten Teefeld, wachsen Teebüsche der Sorte Haru moeki, eine neue Art, die wenig Bitterkeit besitzt und eher als süß bezeichnet wird wegen dem hohen Gehalt an Aminosäuren.

Genau von diesem Tee möchten wir natürlich etwas haben. Im Juni ca.wird die Ernte von diesem Feld bei uns eintreffen und Sie können sich schon auf einen neuen Japanischen Grüntee freuen.

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Ich wär ja nicht Werner Merten, wenn mir nicht schon wieder etwas auffallen würde... lach

Kreisrunde Löcher in den Teebüschen

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Hier verstecken sich bewässerungs Fontänen die aber für den Winter als Frostschutz gedacht sind.

Na also...... wieder etwas neues Entdeckt...

Herr Sageishi besprüht bei zu niedrigen Temperaturen die Büsche damit sich eine Eisschicht bildet, die dann als Frostschutz fungiert und vor noch niedrigeren Temperaturen die Teeblätter schützt.

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Unser Weg führt uns heute über mehrere hundert Kilometer nach Takashiko in der Nähe von Kumamoto.

Zum Abendessen sind wir heute in unserem Hotel, ein typisches Japanisches Ryokan.

Hier gibt es einen berühmten Schrein, in dem ein Tanz aufgeführt wird, den wir am Abend noch besucht haben.

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So es ist schon wieder nach Mitternacht und jetzt geht es ins Bett, morgen fahren wir schon wieder weiter..... Schade... das Hotel hier wäre soooooo schön.....

Ihr Teefreak

Werner Merten


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Japan Teereise - Samstag 02.04.2016

Heute sind wir gegen halb eins in Kumamoto bei BIO- Bauern verabredet. Die Fahrt von Takachiho dauert nur 30 Minuten. Somit bleibt am Vormittag noch Zeit den Originalschauplatz der gestrigen Vorführung zu Besuchen. Das ist der Versammlungsort vor dem Tanz. Diese Steinpyramiden haben Besucher aufgestellt und dabei einen Wunsch geäußert. Jede von ihnen steht für einen Wunsch.
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Zur Stärkung gibt es auf dem Rückweg kein Matchaeis. Aber Kamairichaeis tut es auch.
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Es ist an der Zeit in Richtung Kumamoto aufzubrechen. Wir treffen uns bei der Tea Assoziation. Dort treffen bald vier Bauern ein und die Präsidentin und ihre linke Hand von Koga Chagyo, die das Shiage (Endverarbeitung) und das Gohgumi (Blenden) der Produzierten Tees übernehmen.
Koga Chagyo ist eine der führenden Endverarbeitungen in Yame. Die Bauern arbeiten in einer Kooperation zusammen und bewirtschaften ihre Felder gemeinsam. Wobei die meisten von ihnen nicht nur Tee produzieren. Weiterhin werden Blaubeeren, Blumen, Reis und Shiitake (Pilze) angebaut und Rinder gezüchtet.
Wie fahren zum ersten Feld. Hier wird Yabukita, Sayama Kaori und Kanayamidori angebaut. Es liegt auf 670m Höhe. Hier werden bei der ersten Ernte auf 1ha 5 Tonnen frische Teeblätter produziert. Wir sehen zwei weitere Felder die etwa auf der gleichen Höhe wie das Erste liegen. Die Felder sind alle sehr nahe beieinander in den Shiobatu- Bergen. Auffällig ist auf allen Feldern die pechschwarze Erde. Das liegt an der Nähe zu einem aktiven Vulkan. Der Aso ist etwa 20 Km Luftlinie entfernt und sorgt mit seiner Asche für ausreichend Nährstoffe und die schwarze Erde. Die Felder sind immer in kleine Parzellen mit unterschiedlichen Varietäten unterteilt. Das macht es Schädlingen schwerer und verlängert auch die Ernteperiode, da manche Strauchsorten früher und andere später geerntet werden können. Weiterhin gibt diese Vielfalt zum Schluss dem Teemeister eine Gute Möglichkeit aus den unterschiedlichen Tees einen Tee nach seinen Vorstellungen zu kreieren. Ein Tee von diesen Feldern ist der Sojo 1 und Sojo 2. Wenn wir zurück in Deutschland sind werden wir ihn kosten und vielleicht auch anbieten.
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Dieses Jahr ist in Japan ein interessantes Wetterphänomen. Normalerweise fängt die Kirschblüte im Süden Anfang April an und wandert dann langsam nach norden. Doch da es dieses Jahr im Süden ungewöhnlich kühl war ist die Kirschblüte in Tokio schon durch und hier beginnt sie gerade. Das bringt auch mit sich, dass der Tee später geerntet wird und wir somit länger auf den Shincha warten müssen. Allerdings begrüßen die Bauern diese Wetterlage, da das langsamere Wachstum sich positiv auf das Aroma und den Geschmack des Tees auswirkt. Ich bin jedenfalls gespannt.
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Morgen fahren wir nach Hoshino in Yame weiter. Da wird kein Internet zur Verfügung stehen. Somit können wir keinen Blogeintrag schreiben. Wir holen das sobald es möglich ist nach. Heute ist es erst um 11, für heute reicht es ihr Frank Wiebach

 

Japan Teereise - Sonntag 03.04.2016

Liebe Teefreunde, heute ist erst der vierte Tag hier in Japan, aber wir haben schon wieder so viel gesehen und erlebt, dass es mir wie eine ganze Woche vorkommt.

Leider spielt das Wetter nicht so richtig mit, der Himmel ist grau in grau und es regnet die ganze Zeit leicht, keine guten Verhältnisse zum Fotografieren.

Nachdem heute Sonntag ist, steht Kultur auf dem Programm. Wir fahren nochmal zu dem Vulkan Aso hoch, aber auch schnell wieder runter, denn vor lauter Wolken hat man gar nichts gesehen, da ist es bei den Schreinen (Art-Tempel) schon schöner, besonders da jetzt, zwar verspätet aber dafür für uns um so besser, die Kirschblüte voll im Gange ist. So haben wir dann doch noch ein paar gute Aufnahmen machen können. Obwohl mit Sonnenschein die Fotos viiiiiiel besser gewesen wären.

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Auch hier werden Autos gesegnet, hier eine Fahranfängerin, erkennbar durch das gelb/grüne Symbol hinten am Auto. Eigentlich keine schlechte Idee, wenn es das bei uns gäbe, dann wär der ein oder andere vielleicht rücksichtsvoller mit manchen Anfänger bei uns auf den Straßen.

Wir wünschen der Dame auf alle Fälle dass die Weihung des Shinto-Priester hilft.

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Und schon geht es weiter zum nächsten Schrein.

Kokuzo Schrein, hier sind riesige Zedernbäume und bei einem Taifun sind ein paar Riesen umgefallen, von denen ein Teil hier noch ausgestellt sind.

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Wir fahren auch zu einer bekannten Quelle, bei der ein ganz weiches Wasser sprudelt. Die Japaner kommen mit Flaschen und Kanistern hier her um es abzufüllen. Es ist extrem weich aber sehr mineralstoffreich und damit gilt es als Gesund. Wir haben es natürlich probiert. Es war wirklich sehr gut, schade da hätte ich gerne den ein oder anderen Tee Zuhause damit ausprobiert.

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Wie immer in Japan, an jeder Ecke stehen Automaten mit Getränken. Auch Automaten die heiß und kalt ausspucken.

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Das Mittagessen war etwas ganz neues für uns. Dengaku heißt es und ist typisch für diese Gegend hier um Kumamoto.

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Natürlich hab ich auch wieder ein Matcha Eis bekommen....... grins

Diesmal steht zwar Gyokuro Eis auf dem Schild, es ist aber eigentlich ein Kabuse Matcha der hier verwendet wurde. Es wurde mal nicht mit Matcha gegeizt und so war es bis jetzt das beste Matcha Eis auf dieser Reise.

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Man sieht es braucht nicht viel um uns glücklich zu machen...... lach

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Der heutige Tag war ein bisschen Kultur und viel Autofahren, denn wir sind nach Hoshino in die Berge gefahren. Von hier haben wir viele Tees inzwischen im Sortiment und wird sind deshalb auch nicht das erste mal hier. So haben wir alte Bekannte zum Abendessen getroffen,

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Morgen gibt es wieder mehr über Tee, dann fahren wir auf die Teefelder, in ein Teegeschäft und schauen nach neuen Tees und Kännchen. Frank wird dann morgen mehr darüber berichten können.

Ach ja, Frank, der hat es heute Abend gut, während ich den Reise-Blog schreibe, genießt er das Japanische Onsen (heisse Bäder im Freien).

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Ihr Teefreak

Werner Merten


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Japan Teereise - Montag 04.04.2016

Heute besuchen wir den Teeproduzenten Hoshino Seicha-En. Hoshino. Auf dem Weg haben wir noch Zeit in einen lokalen Teegeschäft halt zu machen. Wo kann man mehr über die Präsentation und den Aufbau von Teegeschäften lehnen als im Land der Erzeuger
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Die hochwertigen Grüntees und Matchas werden in Kühlschränken gelagert.
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Seicha-En ist ein Familienbetrieb den wir im letzten Jahr auch schon besucht haben. Im letzten Jahr gab es in Japan eine Competition der besten Teemeister und die beiden ältesten Söhne belegten aus den 120 Teilnehmern Platz 2 und 3. Wobei der Älteste Sohn, Shinya Yamaguchi, mit knapp 30 Jahren schon den 10. Grad eines Teemeisters erreicht hat. Das ist sehr selten und er ist sozusagen der Star in der japanischen Teewelt. Ihm verdanken wir Kreationen wie den Momiji und dem Tsuyu Hikari. Wer diese nicht kennt weiß nicht was er verpasst. Als wir ankommen ist der noch stark beschäftigt.
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Wir können erstmal neue Tees probieren und fragen zu den Tees die wir haben stellen. Unser Interesse lag vor allem zum Yamabuki. Das ist ein Matcha fürs Kochen/Backen und Shakes den wir relativ kurz im Angebot haben. Er ist aber auch weich genug um ihn klassisch mit Wasser zuzubereiten. Wir erfahren, dass die Grundlage ein hochwertiger, beschatteter Tee ist und er in der Steinmühle gemahlen wird. Das hätten wir bei einem Kochmatcha nicht vermutet. Uns wird erklärt, dass hier die Philosophie herrscht...“Jeder Matcha in der Steinmühle gemahlen“. Ihrer Meinung nach sind anderer Mahlverfahren zu schnell und verbrennen den Tee. Darunter leidet die Farbe und er wird bekommt eine bittere Note.
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Anschließend besuchen wir zwei Felder in unmittelbarer Nähe zur Fabrik. Das erste Feld ist mit einer blauen Plane bedeckt. Diese ist in Kombination mit Ventilatoren ein Frostschutz. Auch im April kann es hier Minusgrade geben. Anschließend wird das Feld vor der Ernte 25 Tage mit Stroh bedeckt.
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altDas zweite Feld ist eine junge Anpflanzung. Shiro Cha- Weißer Tee. Das hat nichts mit dem Weißen Tee den man aus China kennt zu tun. Er wird wie ein Sencha verarbeitet. Den Namen hat er durch die Färbung der Blätter erhalten. Er ist zufällig auf einem Zairaifeld (aus Samen gezogene Pflanzen) entstanden und wird nun über Stecklinge vermehrt und abgebaut.

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altEs ist Zeit aufzubrechen. Wir haben noch 120 Km entfernt einen Termin mit Herrn Kitano in Ureshino. 120 Km hört sich nicht viel an, aber Japans Straßen herrscht ein anderer Takt als auf Deutschlands. Auf der Landstraße wird 50 bis 60 Km/h und auf der Autobahn 100 Km/h gefahren. Mit einem Stopp fürs Essen sind wir 3 Stunden unterwegs. Herr Kitano ist einer von zwei BIO- Bauern in Ureshino. Ursprünglich gab es fünf, aber die anderen sind wieder zu konventionellen Anbau zurückgekehrt. Einerseits weil BIO Anbau mehr Arbeit und weniger Ertrag bedeutet, andererseits ist bis heute das BIO Zeichen in Japan kein Verkaufsargument. Herr Kitano ist allerdings BIO- Bauer mit Leib und Seele und ist gerade im Begriff seine 5 ha zu erweitern. Letztes Jahr konnten wir sogar seinen selbst gemachten Bio- Dünger kosten. Er hat wie ein Kräuterlikör geschmeckt. Von ihm stammt unser Shin Ureshino. Wer sagt BIO- Tees haben einen schlechteren Geschmack, hat in diesem Tee den Beweis, dass das nicht zwingend zutrifft. 

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Nur noch eins. Es ist der Wahnsinn welche Faszination und Ruhe Teefelder ausstrahlen. Ich sage nur einfach mal hinfahren und selbst erleben.

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Es ist jetzt Mitternacht. Morgen haben wir ca. 730 Km vor uns. Zum Glück nicht auf Japans nicht auf Japans Straßen. Wir nehmen den Zug. Gute Nacht.......Frank Wiebach

 

Japan Teereise - Dienstag 05.04.2016

Irgendwie ist es hell, dachte ich mir bevor ich die Augen aufmachte und dann hat sie geblendet.

Hurra die Sonne scheint, nach den letzten Tagen immer nur grau in grau, ist es richtig toll wenn sie einem ins Gesicht scheint. Hab natürlich Glück dass mein Zimmer Richtung Osten schaut und ich so heute dieses Erlebnis haben kann.

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Heute ist eher ein Fahr-Tag als ein Erlebnistag. Nachdem unser Zug aber erst am Nachmittag geht, haben wir Zeit in die Stadt Ureshino zu gehen. Endlich haben wir jetzt mal Sonnenschein für die Fotos von der Kirschblüte. Es ist schon ein großes Glück genau zu dem Zeitpunkt hier zu sein. Denn das Zeitfenster ist sehr klein, nur ca. 1 Woche dauert das Spektakel, dann sind schon fast alle Blüten abgefallen. Das kann man natürlich nicht planen, denn jedes Jahr ist der Zeitpunkt anders.

Unser Glück ist es, dass dieses Jahr alles fast 2 Wochen später stattfindet und ich jetzt schöne Aufnahmen von den hier so Zahlreich stehenden Zierkirschbäumen machen kann. Als wir angekommen sind war es noch nicht ganz so weit, heute ist der Boden unter den Bäumen schon fast weiss von den herabfallenden Blütenblätter.

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Ureshino ist natürlich eine Tee-Stadt und so findet man auch zahlreiche Teegeschäfte in den Straßen. Wir machen uns also auf einen Teegeschäfte Bummel zu machen und ich bekomm so auch wieder mein Matchaeis. :-))

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Wir haben natürlich auch wieder etwas neues entdeckt, „Tee Filter Flasche“ sh. Foto, die schon in Deutschland bei unserem Lieferanten verfügbar sind und wir diese in ca. 2 Wochen in der großen Größe 750 ml haben werden.

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Wir haben auch noch zwei Firmen für Porzellan Geschirr besucht, bei denen wir etwas durch die Regale gestöbert haben.

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Zum Mittagessen trafen wir uns 3 Mitarbeitern einer Marketing Firma, von denen schon zwei in München waren und auch unser Tea House kennen..... Ist schon toll hier in Japan am Tisch zu sitzen und festzustellen dass unser Tea House bekannt ist. Passiert nicht zum ersten mal, eigentlich auf jeder meiner Reisen haben wir Menschen kennengelernt die unser Geschäft kennen..... Schööön.

Jetzt geht’s nur noch mit dem Taxi zum Bahnhof und dann haben wir 6 Stunden fahrt vor uns, erst mit einem Regionalzug und dann weiter mit dem Shinkasen, bis wir in Mikawa Anjo ankommen, wo wir heute übernachten werden. Sowas wie den Shinkasen müsste es auch bei uns geben. Man kann die Uhr nach diesen Zug stellen, so pünktlich ist er und schnell, wirklich schnell, nicht wie unsere ICEs, die mehr kriechen als fahren und fast immer zu spät sind. Und sind viiiiiiel bequemer.

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Morgen besuchen wir eine Matcha Fabrik.

 

Ihr Teefreak Werner Merten


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Japan Teereise - Mittwoch 06.04.2016

Heute ist Programmpunkt 1 der Besuch von AOI Seicha. Das ist der zweitgrößte Matchaproduzent Japans. Wenn man nur die Produzenten die ausschließlich japanischen Tee verarbeiten ist er der Größte. Wir werden von Herr Tanimotto, dem Direktor der Japan Tea Exporters Assoziation abgeholt. Die Fabrik die wir besuchen ist von Teefeldern umschlossen. Diese Felder decken aber bei weitem nicht den Bedarf. Es wird aus vielen Teilen Japans Tee zugekauft um die 500 Tonnen Jahresproduktion zu ermöglichen. Der linke Herr ist Herr Tanimotto. Wir haben ihn schon mal in Berlin bei einer Schulung getroffen.

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Uns interessieren die BIO- Tees und wir können einen probieren der uns sehr gut gefällt. Er ist mild und ihm fehlt jegliche herbe. Er ist zur Zeit ausverkauft und wird frühstens im Juli bei uns sein.

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Er wird wohl in eine dieser Dosen abgefüllt, aber da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

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Wir dürfen uns noch in der Fabrik umschauen. Hier ist ein kleiner Teil der Steinmühlen. Insgesamt haben sie 500 Stück.

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Der Raum ist wirklich so grün wie auf dem Foto. Die Mahlsteine werden einmal alle zwei Jahre geschliffen und können mehrere Jahrzehnte benutzt werden.

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Interessant ist diese Grafik. Sie zeigt an wie viel feiner der Tee mit den Steinmühlen wird, als in Keramikmühlen. Auf der X-Achse ist die Streuung der Partikelgrößen in µm. Links Steinmühle, rechts Keramikmühle.

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Jetzt müssen wir weiter nach Tokonabe. Tokonabe ist eine Stadt 30 Km südlich von Nagoya. Wir sind bei Meister Hirotaka Umehara eingeladen. Er produziert Kyusus (japanische Einhandkännchen). Natürlich bleibt auf dem Weg noch Zeit für ein Matchaeis.

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Meister Umehara empfängt und freundlich und zeigt uns grob wie eine Kyusu produziert wird. Als erstes wir der Korpus der Kanne geformt. Das geht bei ihm recht schnell. Er sagt es dauert mindestens 5 Jahre bis man die Fähigkeit erlernt hat eine Marktfähige Kanne zu Formen.

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Danach werden Deckel, Griff und die Tülle geformt.

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Die Sets werden in einer Metallkiste drei Tage gelagert. Sie müssen Feuchtigkeit verlieren um härter zu werden und weiter bearbeitet werden zu können. Die Metallkiste ist geschlossen, damit der Ton nicht zu schnell trocknet. Der jetzt härtere Ton kann nun weiter verarbeitet werden. Der Deckel, die Tülle, der Korpus und der Griff werden weiter in Form gebracht. Es werden Muster eingefügt, Feinheiten herausgearbeitet und die gewünschte Oberflächenstruktur herausgearbeitet.

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Anschließend werden der Korpus, die Tülle und der Griff zusammengefügt.

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Jetzt kommt die Kyusu in eine Holzkiste und muss mindestens für weitere 3 Tage ruhen. Einmal müssen die Nahtstellen aushärten und weiter soll das gesamte Material weiter härten. Im der Holzkiste ist eine bessere Luftzirkulation, was das Härten begünstigt. Anschließend wird die Kanne nochmals geschliffen, kann bemalt werden und ist dann fertig für den Brand. Die Kanne wird bei 1100 Grad 15 Stunden lang gebrannt und muss danach noch zwei Tage im Ofen abkühlen bis sie herausgenommen werden kann. Sie verliert 20% ihres Volumens während des Brennens. Anschließend muss noch der Deckel eingepasst werden. Dazu wird der Deckel eingespannt, mit einem Schleifmittel versehen und gedreht. Die Kanne wird festgehalten. Das macht man so lange bis er sitzt. Es hat jede Kanne ihren passenden Deckel. Das ist der Grund das für japanische Kyusus, die in Handarbeit gefertigt werden keine Deckel nachbestellt werden können. Die Produktion eines Kännchens dauert mit den Lagerzeiten ca. einen Monat. Die Farbe der Kännchen, solange sie nicht Lackiert sind entstehen durch chemische Prozesse während der Brandes.

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Jetzt fahren wir noch in den Showroom eines Großhändlers für den Meister Umehara auch produziert und schauen uns an was alles auf dem japanischen Markt angeboten wird. 

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Wir brechen in unser Hotel auf. Es sind noch eine Stunde Fahrt bis nach Yokkaichi auf der anderen Seite der Ise- Bucht. Ihr Frank Wiebach

 

Japan Teereise - Donnerstag 07.04.2016

Liebe Teefreunde,

ich hab es in der Nacht schon kommen hören... es hat sich angehört wie richtiger starker Regen und das war es dann auch, in der Früh um 6:15 Uhr als der Wecker klingelte, hat es sich dann so richtig eingeregnet..... Oh je.... aber der Vorteil ist, unser heutiges Programm, zumindest der erste Teil findet drinnen statt und nicht auf Teefeldern. Wir sind ja gestern noch von Tokoname mit dem Auto nach Yokkaichi gefahren wo sich ein weiteres Zentrum für die Keramikherstellung befindet.

Und so sind wir dann gleich nach dem Frühstück von dem Präsidenten der Firma SAJI abgeholt worden. Die Firma SAJI vertreibt (stellt nicht selber her) alles mögliche aus Keramik. Diese bekommt sie von Keramikern, die immer älter und weniger werden und keine Nachfolger finden.

Mit ihm zusammen besuchen wir den Keramik Meister Jitsuzan Itoh. Seine Werkstatt ist im Wohnhaus integriert. Wie in Japan üblich werden wir auch gleich sehr freundlich begrüßt und bekommen von Frau Jitsuzan grünen Tee gereicht.

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links Frau Jitsuzan, rechts der Keramik Meister und links der Präsident von SAJI

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Zum ersten mal haben wir Japanischen Grüntee in einem Japanischen Gaiwan bekommen.

Die Teeblätter sind in der Tasse und mit dem Deckel hält man diese beim Trinken zurück.

Ich war sehr überrascht wie gut dieser Tee geschmeckt hat.

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Anschließend ging es in die Werkstatt

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Hier zeigt uns Herr Jitsuzan, wie kunstvoll die Masse erst geknetet wird bevor sie für die Drehscheibe geschmeidig genug ist. Es fällt gleich auf, dass der hier verwendete Ton eine ganz andere Farbe hat. Auch hier wird alles von Hand gemacht.

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Dieser spezieller Ton ist sehr eisenhaltig und bekommt beim Brennen eine Aubergine ähnliche Farbe. Zum Unterschied von gestern, wird hier nur mit 750 C Grad gebrannt. Beim Brennvorgang verringert sich das Volumen der Kannen um 20%. Herr Jitsuzan macht auch das Brennen selbst.

In seinen Brennofen passen bis zu 200 Kännchen. 1 Tag braucht es um den Ofen auf 750 C Grad aufzuheizen, den zweiten Tag bleibt es bei der Temperatur und den 3. Tag dauert es um Abzukühlen. So ist alles 3 Tage im Ofen.

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Anschließend fahren wir zur Fa. SAJI..... Frau Kuge und Herr Diez ordern hier einige Teekannen. Wir schauen uns in der Zwischenzeit um und werden erschlagen von den vielen, vielen Kännchen.

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Am Nachmittag ist Kultur angesagt. Mit dem Zug geht es nach Ise wo mehrere bedeutende Schreine der Sonnengöttin stehen. Leider ist beim Schrein Fotografieren verboten, aber die Außenanlagen sind es auch Wert zu fotografieren.

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Gleich in der Nähe ist eine Einkaufsstraße die nach alter Tradition gestaltet ist und so eine wunderschöne Kulisse bietet.

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Eis, Eis..... ja... endlich gibt es wieder Matchaeis, diesmal gleich zweimal, wir müssen ja den Geschmackstest machen. Das erste war ganz gut, das zweite zu süß und zu wenig Matcha, sieht man schon an der Farbe....

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Jetzt ist wieder Fahren angesagt. Erst mit einem kleinen Rapid Zug... wie unsere S Bahnen und dann von Nagoya aus mit dem Shinkansen nach Shizuoka.

Wir kommen auch erst um 21 Uhr hier an. Es regnet in Strömen..... na ja für morgen ist besseres Wetter angesagt.

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Zum Abendessen gibt es dann ganz was typisches in einem kleinen sehr traditionellen Lokal

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Zuerst sucht man sich auf der großen Karte an der Wand am Eingang etwas raus...

und am Automaten direkt darunter, wählt man dann die Taste für das Gericht, wirft Geld ein, bekommt einen kleinen Bon und den gibt man dann am Tresen ab.

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Direkt vor einem wird dann alles zubereitet...

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und das Ergebnis kann sich sehen lassen....Lecker.... und das für knapp 7 Euro

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Damit Sie mal sehen wie hier ein typisches Hotelzimmer in der Stadt aussieht, hab ich extra mal mein Zimmer fotografiert. Klein aber nett, alleine kein Problem ist aber auch zugleich auch das Doppelzimmer, dann wird’s aber eng.....

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So hier bleiben wir jetzt die nächsten 3 Nächte..... ganz ungewöhnlich, bis jetzt haben wir jeden Tag gewechselt. Also morgen Früh mal nicht wieder alles packen...

Und so verschwinde ich jetzt in mein Bett und sag gute Nacht Japan und gute Nacht Europa

Ihr Teefreak

Werner Merten


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Japan Teereise - Freitag 08.04.2016

3 Tage im gleichen Hotel ist ein Segen. Bis jetzt hieß es eine Nacht ein Hotel und irgendwann kann man sich einfach nicht mehr die Zimmernummer oder das Stockwerk merken. Also haben wir heute viel Zeit. Wir können ausschlafen, müssen keinen Koffer packen und haben Zeit zum Frühstücken. Wir sind in Shizuoka. Shizuoka ist eine Präfektur mit der gleichnamigen Hauptstadt und eines der ältesten Teeanbaugebiete Japans. Seid 800 Jahren wird hier Tee angebaut. Wir besuchen heute die NECT. Der Name ergibt sich aus den Anfangsbuchstaben von Nature, Economy, Clean und Tea. NECT ist eine Gemeinschaft in der sich Teebauern zusammengeschlossen haben. Die gemeinschaftliche Arbeit begann schon vor 90 Jahren und seid 1998 haben sie sich auch rechtlich in einer Organisation vereinigt. Als wir ankommen bekommen wir ein Softdrink serviert, der auf dem Extrakt einer Benifuuki basiert.

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Die Benifuuki ist ein bittere Teepflanze, die für einen hohen Catechingehalt bekannt ist. Die Catechine sind Bitterstoffe und werden in Japan zur Linderung von Allergien eingesetzt. Dieses Getränk ist nicht bitter weil die Pflanze nach dem Shima- verfahren verarbeitet wird. Dabei wird das Dämpfen ein 300 Grad heißer Dampf verwendet. Um diesen einen so heißen Dampf zu erzeugen geschieht das unter Überdruck.
Erzeugt wird er in dieser Maschine.

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Davon wird der Dampf in eine riesige Trommel transportiert. Die Blätter brauchen 5 Minuten um sie zu durchlaufen. Die Maschine kann 500Kg Tee pro Stunde dämpfen.

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Der anschließende Prozess ist analog zur Sencha- Verarbeitung. Das Shima- Verfahren findet in vielen Teeproduktionen Shizuokas Anwendung. Neben der Reduktion des bitteren Geschmacks ist ein weiterer Vorteil, dass die Teeblätter während des Dämpfens nicht so viel Feuchtigkeit aufnehmen und der sich anschließende Trocknungsprozess nur die halbe Zeit braucht. Die gesamte Verarbeitung dauert nur 3 Stunden. Bei Sencha kann man von 6 Stunden ausgehen. 

Anschließend besuchen wir ein Benifuukifeld. Es ist 1,2ha groß und liegt auf 120m Höhe. Es ist flach, dass es mit einem Traktor geerntet werden kann. Das Feld wurde vor einem Monat in Form geschnitten und kann Ende Mai geerntet werden. Es werden die Blattspitze und 5 Blätter geerntet. Aus der zweiten Ernte wird ein schwarzer Tee gemacht. In Japan heißt schwarzer Tee Koucha (紅茶). Auf dem Feld werden keinerlei Pestizide verwendet. Die Bauern sagen das sei bei der robusten Pflanze nicht nötig. Dennoch ist der Tee nicht BIO zertifiziert, da es Geld kostet, Mehraufwand bedeutet und in Japan kein Verkaufsargument ist.

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Jetzt wollen wir noch zu höher gelegenen Teefeldern. Die liegen 40 Km nördlich von Shizuoka in einem Tal zwischen Mt. Shinoi und Mt. Yanbushi. Für die 40 Km sind wir über eine Stunde unterwegs. Das erste Feld ist eigentlich ein Gruppe von Feldern, die von 11 Bauernfamilien bewirtschaftet werden. Angebaut wird ausschließlich Yabukita allerdings gibt es noch teile auf denen Zairai wächst. Diese werden aber nach und nach durch Neuanpflanzungen von Stecklingen ersetzt. Die Felder liegen auf ca. 800m und bieten eine tolles Panorama. Ich meine wer hat an seinem Arbeitsplatz schon so einen Ausblick.

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Ein zweites Teefeld befindet sich auf der anderen Seite des Tals. Also müssen wir wieder runter und die andere Seite hoch. Das dauert knapp eine Stunde. Das Feld zu dem wir wollen ist das höchstgelegene Feld Japans. Es liegt knapp 1000m über dem Meeresspiegel. Es wird die Oku Midori angebaut und von hier kommt unser 0J53Sencha Hire Shizuoka oder kürzer Sunday Morning.
Oben abgekommen ist die Aussicht noch besser als bei vorigen Feld.

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Das ist im übrigen die höchstgelegen Reihe von Teesträuchern Japans.

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Was hier in den sehr steilen Teefeldern zum ersten Mal gesehen hab sind kleine Schlitten die wie eine Zahnradbahn auf einer Schiene den Berg hoch und runterfahren können. Sie werden von einem kleinen Verbrennungsmotor angetrieben angetrieben und können Mensch, Material und die Ernte Transportieren.

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Nun können fahren wir wieder zurück nach Shizuoka und kehren in ein Teehaus ein in dem wir endlich mal ein Matchaeis und Gebäck mit Matcha essen können.

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Zum Abendessen sind wir im Wasabi verabredet und können bei japanischen Spezialitäten über Gott und die Welt reden. Am Rande der Herr im roten Sweatshirt ist der Teemeister, der den J22 Teamasters Best Sencha produziert.

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.....Ihr Frank Wiebach.

 
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